An alle, die sich der Mukisa Parent School verbunden fühlen,
in Uganda beginnt im Dezember die große Ferienzeit. Das heißt, zwei Monate bleibt die Mukisa Parent School geschlossen, erst Anfang Februar 2025 fängt der reguläre Unterricht wieder an. Für die Ferienzeit bietet die Mukisa wieder Holiday Packages an, das ist Zusatz- und Wiederholungsunterricht und muss extra bezahlt werden. Der Matoke e.V. möchte vielen Kindern diese zusätzliche Lernmöglichkeit finanzieren und ist im Gespräch mit der Schulleiterin Annet, welche und wie viele Kinder gefördert werden sollen.
Die Ferienzeit wird auch genutzt, um nötige Reparaturen rund um die Schule auszuführen. So ist der Sturmschaden an der alten Schule vom Dezember 2023 noch nicht ganz behoben: Die Wände sind wieder aufgebaut, und auch das Dach ist erneuert. Die alten Fenster konnten wieder verwendet werden, aber es fehlen noch der Verputz und ein bisschen Farbe.
Obwohl im August endlich der Stromanschluss durch die Regierung erfolgt ist, reicht die Versorgung wegen ständiger Stromausfälle nicht dauerhaft für die Schule. Unsere Laptops, die wir vor zwei Jahren nach Uganda gebracht haben, funktionieren noch und sind eine wertvolle Unterstützung im Unterricht, aber nur, wenn auch der Strom läuft. So bleibt nur die Möglichkeit, eine zusätzliche PV-Anlage zu installieren. Das kostet natürlich einige tausend Euro, schafft aber die Sicherheit, auch die Schulräume ausreichend zu beleuchten, und Sonne gibt es praktisch 12 Stunden jeden Tag umsonst. Geplant ist auch, die Brunnenpumpe mit Solarstrom zu betreiben, um die Trinkwassertonne jeden Tag neu zu füllen.
Sehr erfreulich ist, dass immer mehr Absolventen der P7 von der Mukisa an eine höhere Schule wechseln können, weil die finanzielle Unterstützung vom Matoke e.V. das möglich macht. Die Schulgebühren an der High School in Nagalama liegen bei etwa 500 Euro pro Jahr, dazu kommen Arbeitsmaterialien, Bücher und Hygieneartikel. Alle geben ihr Bestes, und die Abschlüsse fallen gut aus, denn lernen zu dürfen ist für diese oft elternlosen Kinder wie ein Lottogewinn.
Ein Junge war schwer krank und musste oft zur Mukisa getragen werden, aber die Schule war sein Lebensinhalt und seine Freude. Keinen Tag wollte er versäumen, auch wenn er im Krankenzimmer oftmals Ruhepausen brauchte. Im November ist er gestorben, er wurde nur 11 Jahre alt.
Freude bereiten will der Matoke e.V. im Dezember wieder mit einem Lebensmittelpaket an viele Bedürftige in und um unsere Mukisa Parent School. Es gibt so viele Schicksale, die Hilfe brauchen. Verunglückt der Versorger, haben alle zu leiden. So war es bei einem Bauarbeiter, der oft für die Mukisa Parent School gearbeitet hat. Bei einem Arbeitsunfall hat er sich eine sehr schwere Knieverletzung zugezogen, aber kein Sozialsystem springt bei der medizinischen Versorgung ein, und von keiner Stelle gibt es Krankengeld. Er konnte wochenlang nicht arbeiten, hatte nichts zu essen und konnte auch keine Schulgebühren für seine zwei Kinder bezahlen. Der Matoke e.V. hat die nötigsten Kosten übernommen.

Braucht eines der 350 Kinder oder das Lehrerkollegium Hilfe, hat der Matoke e.V. immer ein offenes Ohr. Jede finanzielle Unterstützung wird mit der Schulleiterin Annet besprochen. Manchmal sind es nur ein paar Euro für die Prüfungszulassung, die einem Kind fehlen, manchmal sind es größere Ausgaben. Während der Ausbildung fehlen die Sicherheitsschuhe, der Werkzeugkoffer oder die Schutzkleidung, manchmal kann auch die Miete nicht bezahlt werden, weil der Vater verstorben ist.
Es sind Ihre Spenden, die Hoffnung und Zuversicht rund um die Mukisa Parent School verbreiten und die Gewissheit geben: Wir von der Mukisa Parent School sind nicht allein.
Der Matoke e.V. bedankt sich ganz herzlich für alle Spenden und sonstige Hilfe und wünscht Ihnen und Euch allen ein Jahr voller Segen, Zufriedenheit und Gesundheit.
Mit herzlichen Grüßen
Christa Gromotka
Projektleiterin Matoke e.V.
