Liebe Freunde und Unterstützer vom Matoke e.V.,
für die Schulen in Uganda hat im Dezember 2023 die Sommerpause begonnen, und diese endet Anfang Februar 2024. Während der Ferien gibt es kein Schulessen. Die Ferienzeit ist daher für viele Kinder ein Problem: Der strukturierte Tagesablauf fehlt, die Versorgung ist in vielen Familien sehr knapp, deshalb spielt sich das Leben der Kinder überwiegend auf der Straße ab, oder sie arbeiten von früh bis spät auf den Feldern.
Im Moment ist Erntezeit für Bohnen und Mais. Die Arbeit ist hart, und als Lohn bekommen sie eine Tagesmahlzeit mit Bohnen und Maisbrei, manchmal auch ein paar ugandische Schilling.
Dezember bis Februar ist die heißeste Zeit in Uganda, mit wenig Niederschlag, aber starken Stürmen und extremen Gewitterregen. Bei einem dieser Stürme wurde ein Teil des Daches unserer alten Mukisa Schule abgedeckt. Das Wellblech und die Dachrinnen hat der Wind stark beschädigt, und die dünnen Ziegelwände sind durch den starken Regen instabil geworden. Gott sei Dank war der Sturm in der Nacht, und niemand wurde verletzt. Die Reparaturarbeiten haben begonnen, doch die Kalkulation der Kosten steigt und steigt, weil im Laufe der Arbeiten immer mehr Schäden zum Vorschein kommen. Böden mussten erneuert werden, und das Plumpsklo brauchte nach 10 Jahren Betrieb eine gründliche Reinigung und Sanierung.
Annet, die Schulleiterin, versorgt inzwischen 35 Boardingkinder. Das sind Kinder, die mit Unterstützung vom Matoke e.V. die Schule besuchen können, aber keinerlei Versorgung von ihren Familien erfahren. Die Stockbetten hat der Verein Matoke finanziert. Die Kinder leben zwar auf engstem Raum, sind aber zufrieden, ein Dach über dem Kopf zu haben und nicht hungern zu müssen. Betreut werden sie von einer Ersatzmutter, die natürlich bezahlt werden muss. Um die Wohnräume der Kinder gegen unerwünschte Besucher zu schützen, musste ein großes Tor angeschafft werden.
Ein großes Ereignis war im letzten Jahr die Brunnenbohrung an der neuen Schule. Betrieben werden kann der Brunnen aber erst, wenn die Verwaltung die versprochene Stromversorgung fertigstellt. Sollte das noch länger dauern, muss eine PV-Anlage errichtet werden, um die Schule und den Brunnen mit Strom zu versorgen, denn Sonne ist keine Mangelware. Bis dato schleppen die Kinder das Trinkwasser vom Brunnen der alten Schule zum Tank der neuen Schule. Um Trinkwasser zu sparen, wird das Regenwasser in einer 10.000-Liter-Tonne gesammelt, um die Toiletten zu versorgen.
Vieles konnte der Verein Matoke bewegen, um das Leben der Kinder im Dorf Kiyunga zu erleichtern. Am wichtigsten ist uns aber eine bessere Schulbildung. Deshalb haben wir im letzten Jahr alle sieben Klassen mit Büchern für die Hauptfächer Mathe, Englisch, Geschichte und Naturwissenschaften ausgestattet. Die Bücher werden vor dem Unterricht ausgegeben und anschließend wieder eingesammelt, damit sie eine möglichst lange Lebensdauer haben. Würden die Kinder die Bücher mit nach Hause nehmen, wären in kurzer Zeit nur noch Teile davon übrig, weil jedes Familienmitglied eine Seite für sich haben will. Die Bücher haben eine Menge Geld gekostet, aber es war eine sehr gute Investition in die Zukunft.

Ohne Spenden wäre das alles nicht möglich gewesen. Der Matoke e.V. mit seinem neuen Vorstand Roman Gromotka sowie auch die 12 Vereinsmitglieder sind unendlich dankbar, dass Menschen ein Herz für Kinder haben und die Arbeit in Uganda immer wieder unterstützen. Vielen, vielen Dank dafür.
Der Matoke e.V. wünscht Ihnen und Euch allen ein Jahr voller Segen und weltweiten Frieden.
Mit herzlichen Grüßen
Christa Gromotka
Projektleiterin Matoke e.V.
