In über zwölf Jahren ist aus einer baufälligen Hütte in Kiyunga ein kleines Schulzentrum geworden. Es hat einen eigenen Brunnen, Strom und helle Klassenzimmer. Heute gibt es zwei Schulen: die alte Mukisa, gebaut ab 2013, und die neue Mukisa ganz in der Nähe, gebaut ab Ende 2021. Hier sehen Sie, wie alles gewachsen ist.


2013
Der Anfang
Anfang 2013 lernen die Kinder in einer baufälligen Hütte. Schilfmatten schützen sie nur notdürftig vor Sonne und Regen. Im Februar und März 2013 wachsen die ersten gemauerten Klassenräume. Sogar die Schulkinder helfen mit und tragen Ziegel zur Baustelle.






2014
Wassertank und neue Schulbänke
2014 bekommt die Schule einen großen Wassertank. Ein Tischler fertigt neue Schulbänke für die Klassenräume. Im Sommer wird weitergebaut. Im Juli entsteht ein neues Fundament, im August steht das nächste Gebäude.






2016 und 2017
Lehrerinnenwohnungen, Pausenhof und Strom
2016 sind die Unterkünfte für vier Lehrerinnen fertig. Im März 2016 wird mit dem Erlös eines Sponsorenlaufs der Grundschule Nußdorf ein weiteres Grundstück gekauft. Die Schülerinnen und Schüler roden das Buschland von Hand. So entsteht der lang ersehnte Pausenhof.
Ende 2017 hat die Schule acht Klassenräume, neue Toiletten und Regentonnen. Das größte Vorhaben 2017 ist die Stromleitung zur Schule und die Verkabelung der Klassenräume.



2018
Zwei Häuschen für den Kindergarten
Im Februar 2018 baut ein großer einheimischer Bautrupp in kurzer Zeit zwei Häuschen für 40 Kindergartenkinder. Dazu kommen viele Reparaturen. Kaputte Dachrinnen und Regentonnen werden repariert, die Schlafräume für Mädchen und Buben renoviert.
Und endlich ist die Schule ans Stromnetz angeschlossen. Der Weg dahin war lang. Der nötige Transformator explodierte beim Aufbau, und bis Ersatz da war, vergingen Monate.






2019
Schulküche und Brunnen
Im Februar 2019 beginnt der Bau der Schulküche. Ein neuer Raum wird angebaut, das Dach verlängert und eine kleine Veranda für die Essensausgabe angefügt. Drei gemauerte Kochstellen mit Rauchabzug sparen viel Feuerholz.
Gleichzeitig wird ein Brunnen gebohrt. Den größten Teil der Kosten trägt der Förderverein MATOKE Schweiz. Damit das große Bohrgerät durchkommt, muss sogar die Schulmauer weichen.



2020
Bauen muss warten
Corona schließt die Schulen in Uganda für lange Zeit. Statt zu bauen, geht es jetzt um Lebensmittel. Ende 2020 erhalten über 200 Familien Lebensmittelhilfe. Während der Schulschließung formen Schulleiterin Annet Nakigudde und Jugendliche 20.000 Ziegel von Hand und brennen sie. Sie warten auf den nächsten großen Bau.
2021
Ein Grundstück für die neue Mukisa
Für mehr Kinder und mehr Abstand im Unterricht soll ein neues Schulhaus entstehen. Dafür wird ein Grundstück ganz in der Nähe der alten Schule gekauft.
Im Dezember 2021 reist Bauingenieur Ludwig Watzlawik aus Brannenburg ehrenamtlich nach Kiyunga. Im Gepäck hat er die kostenlosen Pläne der Münchner Architektin Lea Michelfeit. Mit dem örtlichen Projektbegleiter James Turyasingura steckt er das Baufeld ab. Noch vor Silvester wachsen die Fundamentmauern.






2022
Der Neubau ist fertig
Im Januar 2022 wachsen die Mauern Reihe um Reihe. Mitte Februar steht der Rohbau, dazu das Fundament für einen Wassertank mit 10.000 Litern. Anfang März 2022 ist der Neubau fertig. In die Klassenräume kommen neue Schulbänke.






2023
Unterricht im Neubau
Zum Schulbeginn 2023 lernen die Kinder im Neubau. Im Oktober wird ein Schlafraum für 30 Internatskinder eingerichtet. Die neue Schule bekommt einen eigenen Brunnen.
Ende 2023 deckt ein heftiger Sturm einen Teil des Daches der alten Mukisa ab. Durch den starken Regen werden die dünnen Ziegelwände instabil.



2024
Strom vom eigenen Dach
Seit August 2024 ist die neue Mukisa ans Stromnetz angeschlossen. Weil der Strom ständig ausfällt, kommt im Dezember eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Seitdem gibt es jeden Tag Strom in allen Klassenzimmern, für die Laptops und für die Pumpe des neuen Brunnens.
An der alten Mukisa werden die Wände wieder aufgebaut und das Dach erneuert.



2025 und 2026
Zwei Schulen, bunt und hell
Im Februar 2025 besucht der Vorstand die Mukisa. Die Solaranlage wird offiziell abgenommen und die elektrische Pumpe für das Trinkwasser geprüft. Im Juni 2025 ist der Sturmschaden behoben. Ein ehemaliger Schüler der Mukisa und sein Bruder geben der alten Mukisa einen bunten Anstrich.
Die Fotos vom April 2026 zeigen beide Schulen, wie sie heute aussehen.






Wie es weitergeht
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